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Seedsigner


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6 Artikel

Häufige Fragen zum SeedSigner

Was ist ein SeedSigner — und wie unterscheidet er sich von einer Hardware Wallet?

Der SeedSigner ist ein Open-Source Bitcoin-Signiergerät auf Basis eines Raspberry Pi Zero. Anders als eine klassische Hardware Wallet speichert er dauerhaft keine privaten Schlüssel und kommuniziert ausschließlich über QR-Codes — keine USB-Datenverbindung, kein WLAN, kein Bluetooth. Die Wallet-Verwaltung (Kontostände, Adressen, Historie) läuft in einer Software wie Sparrow auf deinem Rechner; der SeedSigner signiert nur die Transaktionen. Er ist bewusst Bitcoin-only: weniger Code, weniger Angriffsfläche.

Speichert der SeedSigner wirklich nichts — was passiert bei Diebstahl?

Der Seed liegt ausschließlich im Arbeitsspeicher und ist beim Trennen der Stromversorgung vollständig gelöscht — deshalb heißt das Konzept „stateless". Die SD-Karte kann nach dem Start sogar entnommen werden, damit garantiert nichts geschrieben wird. Ein verlorener oder gestohlener SeedSigner enthält also keine Schlüssel und braucht weder PIN noch Secure Element. Das Sicherheitsmodell verlagert sich komplett auf dein Seed-Backup — das muss entsprechend sicher verwahrt sein.

Muss ich den Seed bei jeder Nutzung neu eingeben?

Ja — aber nicht Wort für Wort. Der SeedSigner kann deinen Seed als sogenannten SeedQR darstellen: einen kompakten QR-Code, den du einmal von Hand auf eine Karte überträgst (das Gerät führt dich Kästchen für Kästchen durch) und danach bei jedem Start in Sekunden per Kamera einscannst. Unsere QR-Code-Karten gibt es passend für 12- und 24-Wort-Seeds sowie das kompakte CompactSeedQR-Format. Wichtig: Die Karte ist ein vollwertiges Seed-Backup — verwahre sie so sicher wie die Wörter selbst.

Warum ausgerechnet der Raspberry Pi Zero v1.3 ohne WLAN?

Beim Pi Zero v1.3 fehlen WLAN- und Bluetooth-Module physisch auf der Platine — das Gerät kann gar nicht funken. Das gibt die höchste Gewissheit, dass der SeedSigner wirklich air-gapped arbeitet und Schlüssel ihn nie verlassen. Die SeedSigner-Software läuft zwar auch auf Zero W und Zero 2 W (die offiziellen Releases enthalten keine Funk-Treiber), aber nur beim v1.3 musst du niemandem vertrauen, dass der Funk wirklich aus ist. Deshalb setzen unsere Kits und Einzelteile auf den v1.3.

Fertig montiert kaufen oder selbst bauen — muss ich löten?

Beides führt zum selben Gerät. Das DIY-Kit ist reine Steckarbeit: Kamera per Flachbandkabel anschließen, Display auf die GPIO-Leiste setzen, ab ins Gehäuse — in etwa 15 Minuten erledigt. Löten ist nur nötig, wenn du einen Pi Zero ohne Stiftleiste wählst; mit vormontierter Stiftleiste oder dem Header zum Hämmern (wird lötfrei eingepresst) entfällt das. Der Selbstbau hat einen Sicherheitsbonus: Du kennst jede einzelne Komponente — generische Massenware ohne Bitcoin-Bezug, der niemand eine Hintertür ansieht.

Mit welcher Wallet-Software funktioniert der SeedSigner?

Mit jeder Bitcoin-Wallet, die QR-Codes unterstützt — offiziell genannt werden unter anderem Sparrow, Specter Desktop, Nunchuk, BlueWallet und Keeper. Der Ablauf: Die Wallet zeigt die unsignierte Transaktion als QR-Code, der SeedSigner scannt sie, zeigt dir die Details zur Prüfung und gibt die signierte Transaktion wieder als QR-Code aus. Dabei fließen nie Schlüssel, nur Transaktionsdaten. Auch Multisig ist ein Kerneinsatz: XPUB-Export, Deskriptor-Prüfung und das Signieren in 2-von-3-Setups gehören zum Standardumfang.

Welche Teile brauche ich für den Eigenbau?

Vier Komponenten: einen Raspberry Pi Zero (v1.3 empfohlen), das Waveshare 1,3″-LCD mit exakt 240×240 Pixeln (andere Auflösungen sind inkompatibel), eine Pi-Zero-Kamera mit OV5647-Sensor wie die ZeroCam und eine MicroSD-Karte für die Firmware. Häufigste Stolperfalle: Der Pi Zero hat den schmalen CSI-Kameraanschluss — Standard-Pi-Kameras brauchen ein Adapter-Flachbandkabel, unsere ZeroCam bringt das passende Kabel mit. Dazu ein Gehäuse (Open Pill oder Open Pill Mini) und bei Bedarf die passende Stiftleiste — alles einzeln bei uns erhältlich.